HundeErziehung

Innerhalb der "Beute(l)jäger"-HundeErziehungsBeratung wollen wir Sie bei der Erziehung Ihres Hundes beraten. Dabei steht die Erziehung im Mittelpunkt - es geht nicht um schnellstmögliche Problembeseitigung, um die einseitige Vermittlung von Kommandos oder um eine Veränderung der hündischen Persönlichkeit.

Vielmehr geht es um ein Verstehen der hündischen Bedürfnisse und um eine wechselseitige Kommunikation. Nur so können Sie lernen, Ihren Hund zu verstehen und hündisch mit ihm zu kommunizieren - die Voraussetzung für eine harmonische, vertrauensvolle und stabile Beziehung.

 

Wir treten unserem Hund meist mit bestimmten Vorstellungen gegenüber: er soll lieb und freundlich zu Artgenossen sein, auf Ruf soll er sofort zu uns zurückkommen, er soll nicht einfach jagen gehen und locker bei uns an der Leine laufen. Er soll sich ruhig im Haus verhalten und freundlich zu Besuchern sein. Er soll aber auch Initiative zeigen und uns im Ernstfall beschützen. Er soll uns zum Lachen bringen und unseren Vorstellungen eines "erzogenen" Hundes entsprechen. Er soll eben unser "bester Freund" werden und ein treuer Begleiter. Er soll einfach besser sein als wir.

 

Doch auch unser Hund hat bestimmte Erwartungen an uns als seine Sozialpartner. Wie in jeder Beziehung, so erhofft sich auch der Hund von der Beziehung zu uns gewisse Vorteile. Er möchte sich verstanden fühlen und seine Bedürfnisse befriedigt wissen.

Der Hund ist ein sozial lebender Beutegreifer. Seine grundlegenden Bedürfnisse lassen sich aus seinen Instinkten ableiten, die den Hund in seinem Denken und Handeln beeinflussen:

 

 

Oftmals wird versucht, den Hund auf seinen sozialen Rudelinstinkt zu beschränken. Das ist angenehm für uns und erfüllt unsere Vorstellungen - doch es vernachlässigt die Natur des Hundes und die Komplexität seiner Persönlichkeit.

Dabei sind auch die anderen Instinkte nicht von seinen Sozialpartnern, also uns, losgelöst! Vielmehr möchte er auch seinem Jagdinstinkt im Sozialgefüge nachgehen - nur ungern geht er auf sich allein gestellt jagen - viel erfolgsversprechender und hündischer ist die Jagd im Rudel.

Auch der Territorialinstinkt hat eine starke Sozialkomponente. Können wir in den Augen unseres Hundes nicht für die nötige Sicherheit bei potentieller Gefahr sorgen, so nimmt er das in die Hand. Meist ist der Hund mit dieser großen Aufgabe überfordert und seine Problemlösung wird für uns schnell zum Problem - er bellt andere Menschen an, geht nach vorne, zieht an der Leine, um überall zu erst zu sein, lässt keine Besucher mehr ins Haus und greift Artgenossen an... Gerne würde der Hund diese Aufgaben an einen kompetenten Sozialpartner abgeben, der dies souverän regelt.

Auch die Sexualität des Hundes gehört zu seinem Wesen und sollte ihm nicht abgeschrieben werden. Ist der Hund sexuell reif, so beginnt für ihn der Ernst des Lebens: für potentiellen Nachwuchs braucht der Hund genügend Nahrungsressourcen (Jagd) und ein sicheres, geschütztes Territorium. Hierfür muss er sich auch auf seine Sozialpartner verlassen können. Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, gerät der Hund in Stress und wird versuchen, die Aufgaben auf seine Art zu lösen. Hieraus entstehen für den Menschen die unterschiedlichsten Probleme.

 

Statt diesem "Nebeneinander" in der Kommunikation und dem gegenseitigen Verständnis zwischen Mensch und Hund möchten wir Ihnen ein "Miteinander", einen gemeinsamen Weg zwischen Ihnen und Ihrem Hund, vermitteln - damit es nicht zu einem "Gegeneinander" in Ihrer Beziehung kommt.
In jeder Beziehung muss es gemeinsame, gleiche Ziele geben, die die Beziehung bereichern und ihr einen Sinn geben. Können Sie als Bezugsperson Ihrem Hund Chancen und Möglichkeiten eröffnen und bringen Sie ihm lebenspraktische Fertigkeiten bei, die er auch wirklich gerne lernen möchte, werden Sie für ihn zu einem unersetzlichen, wichtigen Sozialpartner, dem er freiwillig und uneingeschränkt folgen kann.

 

Bei diesem gemeinsamen Weg mit Ihrem Hund möchten wir Sie gerne beraten und begleiten. Erziehung ist nur mit Beziehung möglich und stellt einen Prozess dar - einen Prozess des Umdenkens für uns Menschen und einen Prozess des Vertrauens und "aufeinander eingespielt sein". Es lohnt sich und wir stehen Ihnen gerne dabei zur Seite!

 

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme und eine hündische Zusammenarbeit!

 

Für einen weiteren Einblick in die Erziehungsphilosophie können Sie auch gerne unseren Artikel "Ein Plädoyer für die Erziehung" lesen. Er ist im Oktober 2010 in der "AkteHund - Fachzeitung im Bereich der Hundeerziehung" erschienen und steht Ihnen hier als Download bereit.

Ein Plädoyer für die Erziehung
Seite1.pdf
PDF-Dokument [761.7 KB]
Ein Plädoyer für die Erziehung
Seite2.pdf
PDF-Dokument [1.8 MB]
Ein Plädoyer für die Erziehung
Seite3.pdf
PDF-Dokument [652.9 KB]

Ein weiterer Artikel von uns über das Zusammenleben von Mensch und Hund ist im September 2014 in der Zeitschrift ZOO:M für den Düsseldorfer Raum erschienen.

Der beste Freund des Menschen - Leben mit Hund in der Stadt
Artikel ZOOM.pdf
PDF-Dokument [668.2 KB]

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Last Update

05.11.2017

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© Bilder, Grafiken & Texte: Johanna Lentz