Hetzjagd

Das Hetzen gehört zur natürlichen Abfolge einer Jagd: Auffinden der Beute - Orientierungshaltung - Blickkontakt zur Beute - Anpirschen / Einkreisen - Hetzen / Scheuchen - Zupacken - Töten - Zerlegen - Fressen / Vergraben.

Für uns Menschen bringen diese Verhaltensweisen meistens verschiedene Probleme mit sich. Wir wollen nicht, dass unser Hund hetzt - schon gar kein Wild! Doch für unseren Hund sind das natürliche Verhaltensweisen, die er schon früh mit seinen Wurfgeschwistern trainiert und perfektioniert.

 

Bei den "Beute(l)jägern" wollen wir dieses Verhalten für die Erziehung des Hundes nutzen und perfektionieren - in Kooperation und mit Spielregeln.

Der Hund braucht für die Hetzjagd nicht motiviert zu werden, die meisten Hunde zeigen instinktsicher das Hetzen bei sich wegbewegender Beute. Da das Hetzen bereits selbstbelohnend ist und dem Hund Spaß macht, ist er auch bereit, zu investieren. So werden im Laufe der Zeit verschiedene Spielregeln in die Beschäftigung eingebaut und auf eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund geachtet. Der Hund lernt so, nur auf Signal des Menschen zu hetzen, zu stoppen und er lernt die Signale des Menschen als sinnvolle Unterstützung und als Garant für Jagderfolg kennen.

 

Die kontrollierte Hetzjagd dient somit der Vorbereitung auf Ausflüge in Feld und Wald und verbindet körperliche Auslastung mit kognitiver Anstrengung. Steadiness, Selbstbeherrschung und Teamwork zwischen Mensch und Hund werden auf diese Art spielerisch und artgerecht auf- und ausgebaut.

 

Des Weiteren bietet die Hetzjagd eine Fülle von verschiedenen Variationsmöglichkeiten:

  • Kontrolle vor und während des Hetzens
  • Ablenkungsreize als Verleitung
  • Hetzen mit mehreren Hetzangeln und Beuteln
  • Hetzen mit mehreren Hunden gleichzeitig
  • gemeinsames Hetzen von Mensch und Hund
  • Hetzjagd im Wasser
  • Vorstehen, Anschleichen...
  • ...
 

Die Hetzjagd wird bei den "Beute(l)jägern" oftmals als Einstieg in die gemeinsame Beschäftigung von Mensch und Hund genutzt, da sie viel über die Bedürfnisse und die jeweilige Persönlichkeit des Hundes deutlich macht. Der Aufbau anderer Aktivitäten findet ebenfalls vielfach über das gemeinsame Hetzen statt. Auch in Gruppenstunden genießen wir häufig die verschiedenen Variationsmöglichkeiten und die Möglichkeiten, die einem hier offenstehen.

 

Die Hetzjagd wird dabei selbstverständlich der jeweiligen Rasse, dem momentanen Entwicklungsstand, der individuellen körperlichen Konstitution und dem Temperament angepasst.

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Last Update

05.11.2017

Natural Dogmanship®

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© Bilder, Grafiken & Texte: Johanna Lentz