Solitärjäger

Natürlich sind Sie bei den "Beute(l)jägern" mit jedem Hund, egal welcher Rasse, herzlich willkommen!

Doch auf Grund eigener Erfahrungen wissen wir um die Herausforderungen, die bestimmte Rassen im Zusammenleben und in der Erziehung mit sich bringen. Wir haben uns daher besonders den Solitärjägern verpflichtet, die leider oftmals als "sowieso nicht erziehbar", "dickköpfig", "erziehungsresistent" und "absolut eigenständig" betitelt werden und so oft gar nicht erst der Versuch einer Erziehung unternommen wird.

Typische Rassevertreter sind die Terrier, Pinscher, Schnauzer und Dackel.

Solitärjäger bringen zwar bestimmte Herausforderungen mit sich, doch wie bei jedem Hund lohnt sich auch hier ein intensiver Beziehungsaufbau und eine artgerechte Erziehung!

Solitärjäger wurden für die vollständige Jagd gezüchtet. Während andere Rassen für bestimmte Jagdsequenzen gezüchtet wurden (wie das Aufscheuchen oder das Apportieren), zeigt der Solitärjäger nach wie vor alle Sequenzen einer Jagd - vom eigenständigen Aufsuchen und Stöbern, bis hin zum Aufscheuchen von Wild, dem Stellen und dem Töten. Größe und Kraft des Beutetieres sind hierbei nachrangig, auch Füchse werden von oftmals kleineren Solitärjägern gejagt und angegriffen.

Wie der Name schon sagt, findet diese Jagd von der Zuchtidee her eigenständig, solitär statt. Soziale Kontrolle ist nicht nötig, es zeigt sich vielmehr ein Verlust von sozialem Rudelinstinkt. Die erlegte Beute ist meist klein (Ratten, Mäuse etc.) und Teilen somit nicht erwünscht. Dieser Eigenständigkeit und Jagdpassion ist ein großer Anteil Territorialinstinkt geschuldet, der das Leben mit einem Solitärjägern oftmals zusätzlich erschwert:

Die durchschnittliche Instinktveranlagung eines Solitärjägers lässt auf dessen Bedürfnisse, sein Denken und Handeln schließen. Wie jeder andere Hund, so möchte auch der Solitärjäger seine Bedürfnisse befriedigt wissen - und hat der Solitärjäger erst einmal gelernt, dass er allein für seine Bedürfnisse zuständig ist, so findet er entsprechende Wege und Mittel... Oftmals beginnen hier für den Menschen die Probleme: Eindringlinge ins Territorium Haus werden nicht geduldet, Artgenossen in Stadt, Wald und Feld werden zu vertreiben versucht, potentiellen Gefahren wird lauthals begegnet und alles, was sich bewegt, wird gejagt. Verhaltensweisen wie Ziehen an der Leine und Kläffen werden schon als rassetypisch abgetan.

Bei den "Beute(l)jägern" möchten wir Ihnen einen gemeinsamen Weg mit Ihrem Solitärjäger vermitteln und dafür sorgen, dass künftig Bedürfnisse nur noch in Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund befriedigt werden. Denn auch der Solitärjäger ist mit territorialen Aufgaben überfordert und auch der Solitärjäger ist auf eine erfolgsversprechende und effektive Jagd aus - die Aufgabe des Menschen besteht darin, dem Hund eine derartige Jagd in Kooperation anzubieten, so wird das "Solitär" immer kleiner und für den Hund immer weniger attraktiv.

Der Solitärjäger ist ein passionierter, facettenreicher und komplett veranlagter Jäger, der bei einer sinnvollen und vom Interesse des Hundes geleiteten Erziehung viel in die gemeinsame Beziehung investiert und so ein verlässlicher, lustiger, charakterstarker und robuster Begleiter wird.

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Last Update

05.11.2017

Natural Dogmanship®

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© Bilder, Grafiken & Texte: Johanna Lentz